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Die Herkunft und Entstehungsgeschichte der Waffeleisen

Clatronic WaffeleisenWaffeln sind ein beliebtes Gebäck, das in zahlreichen Formen, wie einer einfachen Oblate, einer herzigen Rundwaffel, als rechteckige Brüsseler Waffel und einem Eishörnchen daher kommen kann. Auch wenn sie sich je nach Region in der Namensgebung, Rezeptur und Form unterscheiden, ist allen Waffelsorten eins gemein: Der Backvorgang. Alle Waffelleckereien werden als flaches Gebäck zwischen zwei heißen Eisen ausgebacken, entweder manuell mit einem Waffeleisen oder mit maschinellen Waffelbackanlagen.

Die Anfänge des Waffelbackens – die Oblatenbäckerei und Waffelbäckerzunft

Die Herkunft und Entstehungsgeschichte von WaffeleisenDie Anfänge der Waffeleisen sind noch nicht nachgewiesen worden. Erste Belege finden sich für das 9.Jahrhundert und stammen aus dem heutigen Belgien und Frankreich. Dabei handelte es sich vermutlich um die kirchliche Oblatenbäckerei, die als Vorläufer der Waffelbäckerei angesehen wird. Im 13. Jahrhundert entstand dann eine eigene Waffelbäcker-Zunft.

Von dort breitete sich die Waffelbäckerei insbesondere in die Niederlande, sowie in Norddeutschland aus, sodass bereits im 15. Jahrhundert in diesen Regionen Waffeln nicht mehr nur als Festtagsgebäck, sondern auch als Volksgebäck auf den Tisch kamen. In den anderen Gebieten Deutschlands zählte die Waffel zu den Festtagsgebäcken und wurde sowohl zu Neujahr als auch zu besonderen Kirchenfesten zubereitet.

Die ersten Waffeleisen

Je nach Modell können mit einem Waffeleisen Waffeln, Oblaten oder mittels eines Zangenwaffeleisen auch Hippen hergestellt werden. Während der erstmalige Gebrauch von Waffeleisen nicht nachgewiesen werden kann, ist sicher davon auszugehen, dass sie die Waffeleisen aus den Hostieneisen entwickelt haben und ab dem 14. Jahrhundert in ganz Mitteleuropa verbreitet waren. Vorformen dieser Eisen lassen sich bis ins 7. Jahrhundert zurück datieren und wurden in norwegischen Frauengräbern aus der Wikingerzeit gefunden.

Bei diesen Modellen handelte es sich um schmucklose runde Backplatten.  Ab dem Mittelalter gehörte das Waffeleisenschmieden zu einer handwerklichen Herausforderung, bei der zwei Eisenplatten mit einem individuellen Muster als Negativmatrize versehen und mittels eines Scharniers miteinander verbunden wurden. Der Griff bestand aus besonders langen Stielen, da das Waffeleisen zum Backen über das offene Feuer gehalten werden musste.

Handschmiedekunst und individuelle Muster

Bei jedem Waffeleisen handelte es sich um ein Unikat, dessen Innenseiten je nach Vermögen des Auftraggebers und Anlass des Schmiedens mit einer reichhaltigen Verzierung, Inschriften, Bildmotiven oder einfachen Wabenmustern ausgeschmückt wurde. War das Gebäck als kirchliches Festtagsgebäck gedacht, wurden häufig christliche Sprüche oder Bibelauszüge als Vorlage genommen, aber auch Heiligenabbildungen erfreuten sich großer Beliebtheit.

Die Eisen für die Neujahrsbäckerei wurden mit Glückwunschsprüchen versehen. Da Waffeleisen auch traditionell als Mitgift mitgegeben wurden, lassen sich auch Abbildungen oder Wappen der Familie der Braut oder des zukünftigen Bräutigams finden. Durch die Industrialisierung wurden die handgeschmiedeten Eisen verdrängt und und damit auch die individuelle Mustergestaltung.

Industrialisierung und Veränderung der Waffeleisen

Die Industrialisierung führte zwar zu einer seriellen Herstellung von Waffeleisen und beendete damit die Zeit der aufwändigen, individuellen Mustergestaltung, machte den Erwerb von einem solchen Gerät aber auch wesentlich günstiger, da diese nun maschinell und mit einem einfachen Wabenmuster ausgestattet aus Gusseisen hergestellt wurden.

Fanden sich in den Anfängen der Waffeleisen nur runde Modelle, wurden in Frankreich ab dem 15. Jahrhundert auch rechteckige Waffeleisen hergestellt, die sich jedoch nur teilweise verbreiteten und die heute unter dem Namen Brüsseler oder Belgische Waffeleisen bekannt sind. Diese sind dicker und weicher als die Rundwaffeln und mit einem typischen Tiefgravurmuster verziert. Die in Deutschland gängigere Rundwaffel wird heute meist als flaches Gebäck mit herzförmigen Segmenten angeboten.

Tipp! Das Modell zur Herstellung von Eishörnchen ließ sich im Jahre 1903 der US-Amerikaner und Eisverkäufer Italo Marchiony patentieren, der damit als Erfinder dieses Geräts gilt.

Fächerwaffel Waffel-Hohlhippen Oblaten
Definition Waffeln als Fächer- oder Herzform hauchdünne Waffel-Röllchen dünnes, rundes Gebäck in verschiedenen Größen
Besonderheit wird bei den meisten Waffeleisen verwendet Beilage zu Dessert und Eis unterschiedliche Geschmacksrichtungen

Vor- und Nachteile von heutigen Waffeleisen

  • leichte Bauweise
  • nützliche Zusätze, wie Backampel
  • keine individuellen Muster mehr

Waffeleisen heute – unkomplizierte und schnelle Küchenhelfer

Die heutigen Waffelautomaten haben mit den traditionellen Zangenwaffeleisen zwar noch ihren generellen Aufbau gemein und bestehen immer noch aus zwei Eisenplatten, die mittels eines Scharnieres miteinander verbunden sind, sind aber wesentlich unkomplizierter in ihrer Handhabung. Musste man die schweren Eisen früher vorsichtig über dem Feuer wenden, eventuell mit der Unterstützung eines Dreifußes oder später bei der Nutzung über dem Herdfeuer mittels eines Herdringes, in den man das Waffeleisen einlassen und nach einiger Zeit wenden konnte.

Tipp! Generell handelte es sich aufgrund des verwendeten Materials und des offenen Feuers um eine schwere und schweißtreibende Aufgabe.

Heutige Waffeleisen der verschiedenen Hersteller werden elektrisch betrieben und sind je nach Modell mit modernen Annehmlichkeiten, wie einer Antihaftbeschichtung, einem Temperaturregler und einer Backampel ausgestattet. Dadurch wird der Backvorgang zu einem mühelosen, kinderleichten Unterfangen, dessen köstliches Ergebnis in wenigen Minuten auf dem Tisch ist.

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